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Integrierte Leitstelle Südpfalz

Mit dem Aufbau einer "Integrierten Leitstelle" ist in Landau eine zweckmäßige, leistungsfähige und wirtschaftliche Infrastruktur zur Alarmierung und Führungsunterstützung für die Feuerwehren, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz in der Region der Süd- und Südwestpfalz geschaffen worden. Das Konzept trägt auch den Aufgaben im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den Departements Moselle und Bas-Rhin Rechnung.

Geschichte: 

Aufgrund des Schreibens des Ministeriums des Innern und für Sport vom 19. Dezember 2002, haben sich alle Verantwortlichen in der Sitzung des Arbeitskreises "Feuerwehrerstalarmierung" am 29.1.2003 für die Bildung einer Integrierten Leitstelle in Landau ausgesprochen. Da zunächst gesetzliche Grundlage fehlte, waren sich die Beteiligten der Feuerwehren und des DRK einig darüber, dass die Schaffung der Integrierten Leitstelle in Landau auf freiwilliger Basis erfolgen musste. 

Im Jahr 2004 war eine Erneuerung der Leitstellentechnik in Landau vorzunehmen, denn die Anbindung von Redundanzarbeitsplätzen bei der Feuerwehr Landau war für die Abwicklung von Großschadensereignissen vorgesehen. 

Auch bestand Einigkeit darüber, dass für die Freiwilligen Feuerwehren Pirmasens und Zweibrücken zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit bestand sich bei der "Integrierten Leitstelle" Landau aufzuschalten. 

Die Vertreter der Stadt Landau, der Landkreise Germersheim, Südwestpfalz und Südliche Weinstraße sowie die Verantwortlichen der Feuerwehren und des DRK haben anlässlich der Sitzung des Ausschusses "Feuerwehrerstalarmierung" am 28. April 2003 in Pirmasens dem vorgenannten Konzept für eine Integrierte Leitstelle in Landau zugestimmt und werden die beiliegende, vom DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz aufgestellte Kostenrechnung für die Erneuerung der Leitstellentechnik, EDV und Anbindung von Redundanzarbeitsplätzen bei der Feuerwehr Landau ihren Entscheidungsgremien zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen.

Aufgaben der Integrierten Leitstelle

Die Integrierte Leitstelle Südpfalz bearbeitet alle nicht-polizeilichen Hilfeersuchen.

Zum Aufgabenkatalog gehören

  1. Die Notrufabfrage
  2. Die Einsatzkräftealarmierung
  3. Unterstützung der Einsatzleitung bei
  • Bränden und Unfällen aller Größenordnungen
  • von medizinischen Notfällen und qualifizierten Krankentransporte
  • besonderen Einsatzlagen

Darüber hinaus nimmt die Leitstelle noch folgende Funktionen wahr:

  • Informationsstelle für die Bürger bei besonderen Situationen
  • Weiterleitung von Anfragen an den zuständigen Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst 
  • Zusammenarbeit mit den Departements Bas-Rhin und Moselle im Rahmen des grenzüberschreitenden Rettungsdienstes sowie bei schweren Unglücksfällen und Katastrophen

Insgesamt werden 17 Rettungswachen, 182 Freiwillige Feuerwehren sowie weitere Sonder- und Facheinheiten ( z.B. Rettungshundestaffel, Krisenintervention/Notfallnachsorge, Höhenrettung, Technisches Hilfswerk, ... ) über die Integrierte Leitstelle alarmiert.

Zuständigkeitsbereich

Der Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle Südpfalz umfasst die Gebietskörperschaften

  • Landkreis Südwestpfalz
  • Landkreis Südliche Weinstraße
  • Landkreis Germersheim
  • kreisfreie Stadt Zweibrücken
  • kreisfreie Stadt Pirmasens
  • kreisfreie Stadt Landau i.d. Pfalz 

auf einer Fläche von ca. 2270 km² mit ca. 460.000 Einwohnern und zahlreichen Touristen.

Notruf

112 | 19222

Fast jeder kennt diese Notrufnummern.

Am Ende, auch wenn es in Rheinland-Pfalz derzeit noch getrennte Rettungs- und Feuerwehrleitstellen gibt, landet der Notruf immer in der zuständigen Leitstelle.

Der Trend geht zu gemeinsamen Feuerwehr- und Rettungsleitstellen (Integrierte Leitstellen), die ihren Aufgabenbereich auch übergreifend koordinieren. In einigen Bundesländern ist dies seit Jahrzehnten Standard, andere Bundesländer sind erst jetzt bei der Bildung sogenannter gemeinsamer Feuerwehr- und Rettungsleitstellen, die auch "Integrierte Leistellen" genannt werden.

Einige Modelle gibt es auch in Kooperation mit der Polizei, wobei die Aufgabenwahrnehmung getrennt nach Fachgebieten in einem Gebäude erfolgt. In Rheinland-Pfalz wird es zukünftig acht dieser "Integrierten Leitstellen" geben; fünf in Trägerschaft der Berufsfeuerwehr, drei Integrierte Leitstellen werden durch das Deutsche Rote Kreuz betrieben.

Eine dieser Leitstellen ist die Integrierte Leitstelle Südpfalz des Deutschen Roten Kreuzes in 76829 Landau i.d. Pfalz.

Der richtige Notruf

Prägen Sie sich bitte zwei wichtige Dinge ein:

  • Die Notrufnummer 112
  • Die wichtigsten Angaben zum Notruf: "Fünfmal W"
  1. Wo ist etwas passiert?
  2. Was ist passiert?
  3. Wie viele Verletzte gibt es?
  4. Welche Arten von Verletzungen/Erkrankungen liegen vor ?
  5. Warten Sie auf mögliche Rückfragen 

Auf diese fünf "W" ist der Disponent in der Leitstelle angewiesen, um Ihren Anruf bearbeiten zu können.

Bringen Sie auch bitte Ihren Familienangehörigen, auch Ihren Kindern, diese Regeln nah. Schon im Vorschulalter kann der Nachwuchs Leben retten! Gleichzeitig sollte Kindern aber auch vermittelt werden, dass ein missbräuchlicher Notruf für die Eltern teuer werden kann. Auch ein einfaches Auflegen klappt nicht! Denn wenn der Notruf gewählt wird, erscheint auf den Monitoren der Rettungsleitstelle die Nummer des Anrufers. In den Leitstellen, auch in Landau, sind leider viele Notrufe Unfug, vor allem durch Kinder verursacht. Aber auch Erwachsene "verwählen" sich öfters. Die Folge: der Ernstfall kann kaum vom "Scherz" unterschieden werden, der Disponent ist mit einem Notrufmißbrauch beschäftigt, während möglicherweise woanders Menschen auf Hilfe warten.

Wissenswertes über den Notruf

Im Zuständigkeitsbereich der Leitstelle Südpfalz erreichen Sie unter der Notrufnummer 112 nicht nur die Feuerwehr, sondern auch den Rettungsdienst.

  • Die Polizei hat die Nummer 110.

 

Notrufe sind grundsätzlich kostenlos, auch von einem Mobiltelefon aus. Von einem Handy kann nur mit eingelegter und freigeschalteter SIM-Karte ein Notruf abgesetzt werden. Damit wird der Anrufer sofort identifiziert - auch bei unterdrückter Rufnummer! Bis Juni 2009 war es auch noch möglich, ohne SIM-Karte den Notruf zu wählen. Dies führte jedoch zu einem erheblichen Missbrauch und unnötige Belastung der Leitstellen. Sofern Sie das Mobiltelefon im europäischen Ausland einsetzen, können Sie auch dort "112" für einen Notruf wählen, sie werden automatisch an die nächstgelegene Leitstelle verbunden.

Qualifikation eines Disponenten

Ein Notruf wird durch qualifiziert ausgebildete Disponenten abgefragt. Diese verfügen über eine zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten, mehrjährige Berufserfahrung im mobilen Rettungsdienst sowie einer Zusatzqualifikationen für Leitstellen.

Eine qualifizierte Feuerwehrausbildung (mind. zum Gruppenführer Freiwillige Feuerwehr gem. FwDV 2) gehört ebenfalls zum Inhalt der Qualifikation zum Leitstellendisponenten.

Die Personalgestellung der Disponenten erfolgt über die DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH. Drei Disponentenstellen werden durch den Arbeiter-Samariter-Bund (Kreisverbände Pirmasens e.V. und Zweibrücken e.V.) besetzt.

Zwei technische Systembetreuer sorgen für die Aktualisierung der großen Datenbestände und stellen den Betrieb der technischen Infrastruktur in Zusammenarbeit mit dem Informations- und Technologiecenter des DRK Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. sicher.